Wie entstehen meine Uhren?

Man könnte denken, dass meine Sandstein-Uhren,  bis ins kleinste Detail von Beginn an geplant sind und dem eigentlichen Entstehungsprozess eine akribische Vorarbeit vorausgeht. Es ist aber völlig anders. Ich gehe nicht so geplant ans Werk. Selbstverständlich beginnt die Arbeit mit einer Idee, meist ein spontaner Einfall, manchmal aber auch inspiriert durch meine Erlebnisse. Das können besondere Bauwerke sein, aber auch abstrakte Formen oder einfach spezielle Situationen oder Aphorismen, die in mir eine Grundidee reifen lassen. Wenn die Idee erst einmal vorhanden ist, mache ich mir Gedanken über die Umsetzung. Dazu gehören die vielen Grundsätzlichkeiten, die später nur noch schwerlich veränderbar sind. Es gilt, ein Format festzulegen, Materialien auszuwählen und die ersten Schritte festzulegen. Dabei belasse ich es im Allgemeinen.

Der eigentliche Entstehungsprozess

Nun existiert also eine Grundidee, die Materialien sind grob festgelegt und ich weiß, wie ich beginne. Damit, könnte man denken, ist der kreative Prozess abgeschlossen und es geht ans Abarbeiten des Konzeptes. Es gibt sicherlich Künstler, die auf diese Weise arbeiten, bei mir ist es aber völlig anders. Jetzt, während ich die Arbeiten am Werk beginne, lasse ich meiner Kreativität freien Lauf. Mein bisheriges Konzept gilt für mich nur als Leitfaden und wenn sich das Projekt unerwartet verändert, dann lasse ich auch diese Veränderungen uneingeschränkt zu. Manchmal ergreift das Projekt regelrecht Besitz von mir, dass ich mich zum Ende hin frage, wie das Alles zustande gekommen ist. Ich lasse es gern zu, dass sich meine Arbeit verselbstständigt.

Das fertige Werk

Nun ist es fertig. Ist es fertig? Es gefällt mir, aber ist es fertig? Ich zweifle permanent an meinen fertigen Arbeiten. Man könnte noch so viel mehr machen oder anders. Jetzt muss ich mich wieder auf den Boden bringen. Den Prozess der Entstehung zu beenden fällt nicht immer leicht, aber es ist notwendig, irgendwann die Bremse einzulegen. Oft komme ich nun auf neue Ideen, aber anstatt weiter am selben Projekt zu arbeiten, muss ich mich neu formieren. Ich würde sonst das gerade beendete Werk korrumpieren. Diese vielen weiteren Ideen, die mir im Kopf herum spuken sind viel besser im nächsten Projekt aufgehoben. Also beende ich wider Willen das Projekt und überlasse die Kritik dem geneigten Betrachter.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen